Als Bodenprofil bezeichnet man den senkrechten Schnitt durch den Boden, von dessen Oberfläche bis zum unveränderten Bodenausgangsmaterial
(Muttergestein). Da sich in diesem Raum alle Vorgänge der Bodenbildung und Bodenentwicklung abspielen, können viele Bodeneigenschaften am
Bodenprofil abgelesen werden - vorausgesetzt, dass das Bodenprofil "repräsentativ" ist. Darunter ist zu verstehen, dass eine
Profiluntersuchung an einer Stelle ausgeführt werden muß, die für einen bestimmten Bereich typisch ist.
Die Tiefe der Profilgruben beträgt im allgemeinen 100-120 cm, sofern nicht Fels oder überwiegendes Grobmaterial näher der Oberfläche liegt.
Die Profiluntersuchung umfasst die Beurteilung des Bodenaufbaues, d.h. die Feststellung, in welche "Horizonte" ein Boden gegliedert ist,
die Untersuchung der einzelnen Horizonte und des Ausgangsmaterials sowie die Ableitung des Bodentyps aus den festgestellten Fakten.